Abenteuer Peking-Paris
Das berühmte, im Jahr 1907 ausgetragene Transkontinent-Rennen von Peking nach Paris erlebte neunzig Jahre später als Oldtimer-Event eine Neuauflage. Die Engländer Nigel Webb und Derek Radcliffe nahmen an dieser 17.000-Kilometer-Tortour mit einem Jaguar Mk. VII teil. Ein Abenteuer, dessen Strapazen viele Teilnehmer unterschätzt hatten. "Am meisten setzte uns die Hitze in den tibetanischen und pakistanischen Wüsten zu", erzählt Webb, "und die dichten Staubwolken, gegen die wir uns durch Tücher vor dem Mund schützen mußten..."
96 Teams bewegten sich durch China, Tibet, Nepal, Indien, Pakistan, Iran, Türkei, Griechenland, Italien, Österreich, Deutschland und Frankreich. "Für einige der Gebiete gab es keine Straßenkarten. In Tibet orientierten wir uns nach dem Kompaß und anhand von Flugkarten. Wir verloren dort ganze drei Tage."
Das Jaguar-Team gehörte immerhin zu den 80 Mannschaften, die in Wertung das Ziel erreichten, und qualifizierte sich für den achten Platz in seiner Klasse.
"Wir hatten nur zwei ernsthafte Pannen: Einen gerissenen Dreieckslenker am linken Vorderrad und eine gebrochene Antriebswelle. Wir ersetzten das defekte Querstück an der Aufhängung durch ein Betoniereisen, das uns ein hilfreicher Mechaniker einschweißte; das wird die nächsten hundert Jahre


Der Jaguar Mk VII in Lhasa, Hauptstadt von Tibet,
mit dem Potala-Palast im Hintergrund.
halten. Und die Reparatur der Halbwelle nahm Jaguar in Istanbul vor."
Der Endspurt nach Paris vollzog sich für die Fahrer der dunkelgrünen Limousine Baujahr 1957 dann " very comfortable".